Wachsen wie ein Baum
Der ASB beim 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag
„Mit uns kannst du wachsen“ – unter diesem Motto präsentierte sich der ASB erstmals auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) vom 13. bis 15. Mai 2025 in Leipzig. Der Messestand zog mit einem Baum, echtem Rollrasen und gemütlichen Liegestühlen die Aufmerksamkeit der Besucher:innen auf sich. Offen gestaltet und nachhaltig inszeniert, entwickelte sich der ASB-Stand schnell zu einem echten Publikumsmagneten.
Einer der größten Jugendhilfekongresse Europas
Kolleg:innen aus dem gesamten Bundesgebiet – von Berlin bis zur Pfalz, aus Sachsen, Hessen, Westfalen und Schwaben – vertraten mit Engagement die Vielfalt der ASB-Jugendhilfe. Mit rund 30.000 Besucher:innen und 400 Ausstellenden zählt der DJHT zu den größten Fachveranstaltungen dieser Art in Europa.
„Der ASB-Stand war ein echter Anziehungspunkt, das Team hoch motiviert, der Austausch inspirierend“, resümierte der sächsische ASB-Landesgeschäftsführer Matz Mattern.
Interaktive Highlights und Mitmachaktionen
Am Stand hatten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden – etwa beim Kennenlernen der sogenannten Impact-Techniken. Dabei handelt es sich um kreative Methoden, die gezielt auf eine tiefgreifende und nachhaltige Wirkung bei jungen Menschen abzielen. Durch multisensorische Erfahrungen und emotionale Zugänge helfen sie, komplexe Themen verständlich zu machen und positive Veränderungen anzustoßen. Die Techniken sind vielseitig einsetzbar – ob in der Beratung, Therapie, Schule oder Freizeitpädagogik.
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„Ich freue mich, dass so viele Fachkräfte offen für neue Impulse waren“, betonte Anika Hapke, Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendhilfe und Leiterin des Kinderschutzdienstes beim ASB-Kreisverband Worms/Alzey, die die Workshops durchführte. Solche Methoden tragen dazu bei, das Selbstwertgefühl zu stärken. Sie sprechen unsere Emotionen an und aktivieren alle Sinne.
Für Interesse und Austausch sorgten auch interaktive Elemente wie ein Greifautomat, VR-Brillen und ein Quiz. Auch die persönlichen Gespräche am Stand und kleine Give-aways wie mit Blumenmustern gestaltete Baumwolltaschen oder Blumensamen-Tontöpfchen trugen zur guten Stimmung bei. Ebenso kam das neue ASB-Kinder-Vorlesebuch zu Partizipation und Beschwerde „Muss das sein?! Von Brokkoli, Anzugtagen und Glitzerregen“ beim Publikum sehr gut an.
Fachlicher Austausch mit Tiefgang
Ina Stanulla, Referentin für Kinder- und Jugendhilfe beim ASB-Bundesverband, freute sich unter anderem über die vielen anwesenden Kolleg:innen: „Es war großartig, dass so viele ASBler:innen und ASJler:innen aus allen Teilen Deutschlands zusammengekommen sind, um das breite Angebot für Kinder und Jugendliche im ASB zu präsentieren.“![]()
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Prof. Dr. Michael Komorek zum Thema „Inklusion für alle! Äh ja?! Was die Jugendhilfe von der Eingliederungshilfe lernen kann und umgekehrt“. Denn ein zentrales Thema in der Jugendhilfe ist es, allen jungen Menschen – unabhängig vom Vorliegen von Behinderungen und unabhängig von Kultur, Geschlecht, Nationalität, Herkunft und sozialem Hintergrund – gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern.
Nach der coronabedingt digitalen Ausgabe des DJHT im Jahr 2021 war die Präsenzveranstaltung in Leipzig ein bedeutender Schritt. „Den Geist der Jugendhilfe atmet man am besten durch direkte Beteiligung an den Fachbeiträgen und persönliche Begegnungen vor Ort“, so Ina Stanulla.
Gemeinsam stark für die Jugendhilfe
Unter dem Motto „Mit uns kannst du wachsen – so kann soziale Zukunft gestaltet werden“ ist es gelungen, nicht nur fachliche Inhalte zu vermitteln, sondern auch die Werte und Haltung des ASB sichtbar und erlebbar zu machen. ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller zeigte sich begeistert: „Die Kinder- und Jugendhilfe hat ihren festen Platz im ASB. Der DJHT war ein tolles Event und hat die Bandbreite unserer Angebote hervorragend präsentiert!“
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Kinderbuch „Muss das sein?! Yasmin ist Theos beste Freundin, gemeinsam gehen sie in die Dinogruppe ihrer Kita. Dort erleben sie jeden Tag neue Abenteuer – nicht nur beim Spielen! So trägt Yasmins Papa an diesem Morgen einen Anzug und hört auf dem Weg in die Kita überhaupt nicht zu. Theo muss sich gegen Brokkoli auf dem Teller wehren. Und dann soll auch noch die Burgbaustelle abgerissen werden ... Die fünf Vorlesegeschichten erzählen vom Nein-Sagen und Kompromisse-Finden und vom Einander-Zuhören. Das Buch beschäftigt sich anschaulich und kindgerecht mit dem Thema Beschwerden, denn auch Kinder dürfen und sollen ihre Stimme erheben, wenn sie nicht einverstanden sind. Ein Vorlesebuch für Kinder zwischen vier und sechs Jahren für die Kita und zu Hause von Birk Grüling (Text) und Lucia Zamolo (Illustration) |
Text: Nadine Koberstein