Zwei Herzensbrecher in der Tagespflege
Haniball und Nanuk verzaubern Seniorinnen und Senioren
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Die festliche Atmosphäre der Weihnachtsfeier in der ASB-Tagespflege „Gode Tied“ in Schönberg gewann noch einmal an Glanz, als zwei besondere Gäste eintraten: Haniball und Nanuk. Geschmückt mit roten Schleifen und kleinen Rentiergeweihen, durchschritten sie die Eingangstür. Die Augen der Seniorinnen und Senioren leuchteten auf, als sie die Ponys entdeckten – ein unerwarteter, aber herzlich willkommener Besuch.
Haniball und Nanuk sind nicht nur niedlich, sie sind auch ausgebildete Therapieponys. Ganz vorsichtig bewegen sie sich auf die Gäste der Tagespflege zu. Ihre Präsenz allein zaubert ein Lächeln auf die Gesichter der Anwesenden. Jede Interaktion zwischen Mensch und Tier sorgt für eine gewisse Magie. Von Tisch zu Tisch holen sich die beiden Ponys Streicheleinheiten und den einen oder anderen Leckerbissen ab. Einige der Gäste streicheln vorsichtig die samtigen Nasen der Vierbeiner, während andere Geschichten über ihre früheren Begegnungen mit Pferden und Ponys teilen.
Eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier
Ein älterer Herr, normalerweise still und zurückhaltend, beginnt plötzlich zu erzählen, wie er als junger Mann Ponys auf einem Bauernhof aufgezogen hat. Er strahlt vor Freude, als seine Hand durch Haniballs Fell fährt und er sich an vergangene Zeiten erinnert.
Es sind genau diese Momente, die für Pony-Besitzerin Lena Prien, im Hauptberuf Pflege-Fachreferentin beim ASB-Landesverband Schleswig-Holstein, Bestätigung für ihr ehrenamtliches Engagement sind. In ihrer Freizeit hat sie sich zur Reittherapeutin ausbilden lassen. „Es scheint, als würden die Ponys eine unsichtbare Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schaffen“, sagt sie. Die Herzen der Gäste berühren die charmanten Vierbeiner allemal.
„Insgesamt kann die Reittherapie in Seniorenheimen eine ganzheitliche Unterstützung bieten, die körperliche, emotionale und soziale Aspekte des Wohlbefindens der Bewohnerinnen und Bewohner verbessert. Sie schafft eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier, die transformative und heilsame Wirkungen entfalten kann“, ist Lena Prien überzeugt.
Für heute haben Haniball, der 19 Jahre alte Schwarzschecke, der auch einige Zirkustricks beherrscht, und sein vierjähriger, manchmal noch etwas frecher Kollege Nanuk Feierabend. Aber immer wieder sind sie gern gesehene Gäste in der Tagespflege und anderen Senioreneinrichtungen.
Text: Annette Peters